Wildkräuter sollte man so oft es geht in der Ernährung unterbringen. Sie sind Nährstoffwunder und – Überraschung – kostenfrei zu sammeln. So kann man sich super leckere und ratzfatz zubereitete Gerichte ganz schnell zaubern. Mein absolutes Lieblingswildgemüse ist die Brennnessel. Sie hat alles, was ein grünes Lebensmittel so haben soll: Vitamine, Mineralstoffe (Achtung Veganer: hier bekommt ihr Eisen und Calcium!) und pflanzliches Protein in beachtenswerten Mengen. Sie wuchert fast überall in rauen Mengen und das vom frühen Frühjahr bis in den späten Herbst hinein.

Und die wilde Küche muss auch gar nicht anspruchsvoll sein. Dass sich jeder ganz fix ein tolles Wildkräutergericht zaubern kann, dass beweist das folgende Gericht: ein Brennnessel – Rauke – Cremesüppchen.

Es soll richtig schnell gehen heut mit dem Essen, aber du magst weder Abstriche beim Nährstoffgehalt, noch bei der Optik und schön gar nicht beim Geschmack machen? Und so ein ganz klein bisschen fancy und saisonal darf es auch sein? Psst, komm rein, ich verrate dir ein Geheimnis!

 

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Dieses kleine, aber feine Dessert entstand im Rahmen meiner Jahresarbeit der Kräuterfrauenausbildung zum Thema Klettenlabkraut, in welcher ich u.a. ein Zaunreiterinnen-Menü mit dem Klettenlabkraut als Hauptdarstellerin zusammengestellt habe.

Optisch kaum verkennbar, outet sich ja auch der Waldmeister als zu den Labkräutern gehörig. Und da der Waldmeister dessert-technisch geschmacklich so viel mehr zu bieten hat, als das Klettenlabkraut, habe ich ihn zum Nebendarsteller dieses frühlingshaften und so schön simplen Joghurt-Rhabarber-Dessert mit Waldmeister-Baiser gemacht.

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Da hat man nun also den Garten voll mit tollen Knollen, Rüben, Früchten, Beeren und dann muss man die aber auch möglichst zeitnah verbrauchen. Oder konservieren durch Einkochen, Einlegen, Einfrieren. Ja, genau, oder einlagern, also irgendwo geschützt vor Kälte, Wärme, Schimmel und Druck aufbewaren.

Gut. Die Theorie sitzt also. Nur an der Umsetzung hapert es dank Zeitmangel, Siebgedächtnis oder Platzmangel dann doch noch. Und deshalb habe ich kurz vor Silvester ein paar gummiartige, schrumpelige Rote Beten in den Tiefen des Vorratsschrankes gefunden. Für einen knackigen, frischen Salat eignen die sich ja nun leider nicht mehr, also was damit anstellen?

 

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Da ich den Anspruch hege nur Rezepte zu teilen, die tatsächlich auch etwas Selbstgeerntetes aus dem eigenen Garten enthalten, stoße ich im Winter bezüglich Süßem ziemlich schnell an meine Grenzen. Die Zeit der Beeren ist lange vorbei, unsere Obstbäume sind noch klein und liefern nicht annähernd genug Früchte, um diese einzulagern und immer nur Kuchen aus Zucchini oder Kürbis zu essen, wird auf die Dauer auch langweilig. Wie groß war da meine Freude, als ich mich an die im Spätsommer geernteten Samenkapseln meines Backmohns erinnerte. Die standen so dekorativ in einer Vase im Wohnzimmer herum, dass ich sie als potentielle Nahrungsquelle völlig vergessen hatte. Also habe ich den Mohn aus seinem wunderhübschen Haus geholt und ihn in ein neues noch viel gemütlicheres Heim gesteckt: lockere, weiche, süß-saftige Mohn – Orangen – Cupcakes!

 

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