“Sag mal, wie kommst du denn im Frühling darauf, eine Wilde Kiwi-Grütze zu kochen?”

Berechtigte Frage, saisonal klingt das irgendwie nicht, ne? Lass mich etwas ausholen:

Wir haben eine Lebensmittel-Retter-Kiste. Das bedeutet, wir erhalten wöchentlich Obst und Gemüse, das aus verschiedenen Gründen nicht verkauft werden kann und sonst im Müll landen würde, direkt nach Hause geliefert. Ist eine großartige Sache, hat aber den Nachteil (?), dass man oft seeeehr große Mengen an bestimmten Obst- und Gemüsesorten erhält. Da muss man manchmal ganz schön hinterher sein, mit dem Verbrauchen, sonst landet es dann zu Hause im Müll. Sinn verfehlt.

Wir hatten mit unserer Box vor wenigen Wochen eine absolute Kiwi-Schwemme. Fragt mich nicht, wo die Kiwi im Frühjahr Saison hat, es gab jedenfalls große Mengen an unreifen Kiwi, die dann natürlich alle gleichzeitig reif wurden. So viele Kiwi kann keiner löffeln. Dazu gab es auch noch Birnen und Orangen.

Kiwi und Birnen mussten also schnell weg und was bietet sich für matschiges Obst besser an, als noch mehr zu vermatschen? Fehlt aber noch der wilde Touch und im Garten wucherten grad Waldmeister und Melisse. Eine wunderbare Kombi, die ich in diesem Jahr das erste Mal so wahrgenommen habe, weil der Waldmeister sehr spät kam.

Heraus kam eine Wilde Kiwi-Grütze, die so fantastisch schmeckt, dass sie hier beinahe inhaliert wurde. Zack, Platz im Obstkorb.

 

 

Zutaten Wilde Kiwi-Grütze (für eine große Schüssel):

  • 6 reife Kiwi
  • 2 reife Birnen
  • 400ml Flüssigkeit (ich hatte Saft von 2 Orangen und 1 Zitrone, Rest Wasser)
  • 60g Zucker
  • 1 Bündel Waldmeister
  • 1 Bündel Melisse
  • 1 Tüte Vanillepuddingpulver
  • Kräuter und Blüten zum Dekorieren (Minze, Melisse, Gundelrebe, Gänseblümchen, Taubnessel…)

Zubereitung:

Du kannst damit beginnen, die Orangen und Zitronen zu entsaften und mit Wasser auf 400ml aufzufüllen. Die Kiwi schälst und würfelst du, die Birne wird gewaschen, vom Gehäuse befreit und ebenfalls gewürfelt. Obst und der Großteil des Fruchtsafts kommen in einen Topf, dazu gibts du die gehackte Melisse und den Waldmeister als Bündel.

Die Mischung soll ganz sanft köcheln, bis alles schön sämig wird und die Kräuter Zeit hatten, ihr Aroma abzugeben. Nun kannst du den Waldmeister entfernen und dafür den Zucker hinzugeben. Das Puddingpulver mit dem restlichen Fruchtsaft verrühren, in die köchelnde Grütze einrühren und kurz eindicken lassen. Jetzt kannst du den Topf vom Herd nehmen und die Grütze in Dessertschalen abfüllen.

Ab jetzt heißt es Geduld haben, denn richtig lecker und erfrischend ist natürlich eine schön kühle Grütze. Vor dem Servieren kannst du sie noch wunderschön dekorieren mit essbaren Blüten und anderen dessert-tauglichen Kräutern. Lecker!

 

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