Brennnesseln sind so mit das nährstoffreichste und gesündeste Wildgemüse das es gibt. Glaubst du nicht? Hab ich mir gedacht. Denn die ersten Gedanken, die man mit Brennnesseln verbindet, sind eher keine freundlichen. So wie die ersten Begegnungen mit Brennnesseln meist keine erfreulichen waren. Aber ganz ehrlich, ein zweiter Blick lohnt sich. Voll bis oben hin mit Vitaminen, Mieralstoffen (Hey, Veganer, hier kriegt ihr euer Eisen und Calcium) und pflanzlichen Proteinen. Ein echtes regionales Supergemüse. Wieso also ist die Brennnessel nicht in aller Munde?

 

Naja, gut, das mag wohl an ihrer nicht sehr menschenfreundlichen äußeren Erscheinung liegen. Eine ungewollte Berührung mit einer Brennnessel hallt nach. Unangenehm. Die wehrhaften Nesselhärchen lösen unangenehm brennende und juckende Reaktionen auf der Haut und den Schleimhäuten aus und so meiden wir den Kontakt mit der Brennnessel so gut es geht.

Schluss damit

Damit sollten wir dringend aufhören, denn die Brennnessel ist ein wunderbares Nahrungsmittel.

Mit ein paar Tricks funktioniert das Brennnesseln sammeln ganz schmerzfrei, versprochen.

  • je nach Angebot kannst du dich beim Sammeln auf den jungen Austrieb an der Spitze der Pflanze konzentrieren. Diese Blättchen sind noch sehr fein und besitzen an der Blattunterseite noch keine oder nur sehr feine Nesseln, die schon bei Berührung abbrechen. Ein beherzter, fester Griff von unten an die Blätter und schon hast du deine erste Brennnessel geerntet.
  • auch die anderen jüngeren Blätter kann man sehr gut von unten greifen und ernten. Du musst dich nur trauen
  • solltest du dich doch mal an den Nesseln “verbrennen”, hilft es ein Spitzwegerichblättchen zu verreiben und auf die juckende Stelle zu legen. Also hab am besten immer ein frisches Blättchen Spitzwegerich dabei oder halte Ausschau danach auf deiner Kräutertour.
  • Notlösung: sollte das alles nichts bringen oder du dem ganzen noch immer nicht trauen, dann helfen nur Handschuhe und zwar gummierte oder sehr dicht gewebte.

Niemals, aber echt niemals…

…darfst du vergessen, dass du da gerade Brennnesseln sammelst. Manchmal, besonders im zeitigen Frühjahr, ist die Vorfreude auf frisches, sattes Grün so groß, dass man direkt von der Hand in den Mund isst. Diesen Fehler machst du bei der Brennnessel genau ein Mal. Die Nesselhärchen auf der empfindlichen Mundschleimhaut sind das absolute Gegenteil von Freude. Also, lass es am besten ganz sein. Glaub mir.

Und dann?

Da liegt sie jetzt also zu Hause in der Spüle, deine gesammelte Brennnessel-Beute. Kann man die jetzt gefahrenlos anfassen? Jein. Je nachdem wie du sie verarbeiten möchtest, braucht es noch ein paar andere Sicherheitsvorkehrungen.

  • zu allererst kannst du die Brennnesseln mit einem harten Wasserstrahl abbrausen. Das bricht schon mal einen Großteil der Nesseln ab, so dass du die Brennnesseln von nun an relativ gefahrlos anfassen kannst. Wenn du sie kochen oder pürieren möchtest, kannst du sie nun einfach weiterverwenden.
  • möchtest du die Brennnesseln jedoch als Teil eines Salates servieren, was durchaus möglich ist, so braucht es aber noch eine etwas brachialere Bearbeitung. Dafür legst du am einfachsten die Brennnesseln auf ein Schneidebrettchen und schlägst ein zweites Brettchen mehrmals von oben darauf. Einmal kräftig pressen und dann brennt da nichts mehr.

Brauchst du noch ein paar Ideen, was du mit deinen Brennnesseln jetzt anstellen kannst? Dann schau doch mal bei dem Brennnessel – Bärlauch – Pesto oder bei dem Brennnessel – Rauke – Cremesüppchen vorbei!

Raus jetzt!

Du bist jetzt bestens mit Tipps zum Brennnesseln sammeln ausgestattet, also los raus, es gibt keine Ausrede mehr!

Was denkst du?

Hast du noch Fragen, Anregungen, Gedanken zum Thema Brennnesseln ernten ? Dann schreib mir doch einen Kommentar und ich schaue, was ich für dich tun kann!

Wissensdurst

Brauchst du noch ein bisschen grundlegendes Wissen zum Thema Wildkräuter sammeln, dann schau gern in meinem Artikel dazu vorbei! Auch ein paar Tipps zum Sammeln von Blüten habe ich dir in einem Artikel zusammengefasst!

 

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