Das Gartenjahr

Weihnachtliche Vogel-Futterstelle DIY

Melanie549 Leser

Vogelhäuschen -schön und gut. Natürlich kann einem allein der Gedanke, dass man seine gefiederten Mitlebewesen im Winter nicht im Stich lässt, durchaus ein super gutes Gewissen bescheren. Und man weiß ja auch, dass man die Piepmätze durch das Vogelfutter in den Garten lockt und die sich dann alles ganz genau angucken. Und das die das dann vielleicht total schön da finden. Eventuell entscheiden sie sich dann im Frühjahr ihre Kinder in dem gemütlichen Vogel-Geburtshaus in der Nähe des tollen, kleinen Vogelrestaurants zur Welt zu bringen. Ha! Und dann geht es den Schnecken und Larven und Bohnenkäfern und allem schädlichen Krabbelzeugs ordentlich an den Kragen.

Ja, es spricht schon ziemlich viel für so ein Vogelhäuschen. Angucken kann man die hübschen Tierchen ja auch, das bringt schon Freude.

Aber – ein Vogelhäuschen? Gibt es da nicht vielleicht etwas dekorativeres? Vielleicht sogar weihnachtliches? Das man mit Materialien aus dem Garten selbstbauen kann?

Jaha! Ich hab da mal was gebaut! Ich habe lange nach Inspiration für eine weihnachtliche Futterstelle gesucht, bis es mir bei diesem tollen Beitrag hier: GrüneLiebe.de DIY Weihnachtsbaum  endlich eingefallen ist. Mir gefällt mein Bäumchen richtig gut und deshalb hier für euch die easypeasy Bauanleitung. Und natürlich die Rezepte (die man eigentlich gar nicht so nennen darf, so einfach sind die) für das Vogelfutter. Viel Spaß beim Nachbauen!

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Materialien für den Weihnachtsbaum:

  • möglichst gerade Stöcker und Äste ( ich habe genommen, was beim Saisonschnitt so anfiel: Hasel, Johannisbeere, Brombeere, Sommerflieder…)
  • einen starken geraden Ast als Stamm
  • Nägel, Hammer, Draht
  • Gartenschere, Baumschere
  • Deko: Lichterkette, Baumschmuck…

Das Bäumchen ist wirklich einfach nachgebaut, es braucht nur etwas Geduld. Ihr sucht euch zunächst einen großen, kräftigen Ast als Stamm aus. Auf diesen nagelt ihr dann Ästchen für Ästchen die kleinen möglichst geraden Äste. Und zwar werden die Äste nach oben hin immer kürzer, so dass ihr am Ende die Form eines Tannenbaums erhaltet. Habt ihr keine passend langen Äste, schneidet ihr sie einfach mit der Gartenschere zurecht.

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Wenn ihr einen großen Baum plant, müsst ihr darauf achten, dass ihr die Längenunterschiede möglichst klein haltet, zur besseren Orientierung könnt ihr euch auch kleine „Etappen“ vorbereiten. D.h. oben nagelt ihr den kürzesten Ast auf, unten den längsten und dazwischen dann zwei oder drei Äste, die der Länge an dieser Stelle entsprechen sollen. So verliert man nicht so schnell den Überblick und bemerkt rechtzeitig, wenn die Form zu schnell zu schmal wird.

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An zwei Stellen des Bäumchens (vielleicht so, dass es gerade in Drittel geteilt wird) lasst ihr erstmal Platz für jeweils zwei Äste. Diese befestigt ihr erst wenn der Baum aufrecht steht mit Draht (oder wenn es klappt natürlich auch mit Nägeln) am Baum. Und zwar diesmal nicht planar zu den anderen Ästen, sondern etwas angewinkelt, sodass sie nach vorne und hinten überstehen und als Aufhängung der Futterknödel dienen können. Jeweils zwei Äste am besten kreuzartig zueinander anordnen.

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Den Stamm müsst ihr unten etwas überstehen lassen, denn ihr wollt das fertige Bäumchen ja möglichst sicher aufstellen. Ihr könnt es zum Beispiel in einen mit Erde gefüllten Topf stecken oder direkt in die Erde bringen oder euch sonst irgendeine passende Befestigung überlegen. Hauptsache, das Ding steht hinterher stabil und kippsicher.

Und dann könnt ihr nach Herzenlust dekorieren – damit es von der Weihnachtsdekoration zur Futterstelle wird zum Beispiel mit diesen selbstgemachten Futter“knödeln“.

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Vogelfutter zum Hängen selber machen

Ihr braucht für einfache Hängedeko:

  • Pflanzenfett
  • Sonnenblumenkerne
  • Hanfsamen
  • gehackte Haselnüsse oder was euch sonst noch so als Leckerbissen für die Vögel in die Hände gerät
  • Stoffband
  • Förmchen

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Das ist so einfach, das wird kein Rezept: einfach das Fett schmelzen und mit den Vogelknabbereien mischen. Wenn ihr so wie ich geschlossene Backförmchen nehmt (Muffinförmchen, Kuchenförmchen, Pralinenförmchen, Eiswürfelförmchen…) dann könnt ihr direkt die flüssige Masse hineinfüllen. Vorher noch unbedingt ein Band mit in die Form legen. Das hab ich leider vergessen und musste die Befestigung hinterher mit einer Nadel noch umständlich nachrüsten. Wenn ihr lieber klassische Meisenknödel oder -ringe formen möchtet, dann müsst ihr die Masse soweit erkalten lassen, dass sie formbar wird. Das kann je nach Umgebungstemperatur durchaus ein paar Stunden dauern!

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Ja, und dann braucht ihr die Vogelfutter -Hänger nur noch am Futterbäumchen befestigen und hoffen, dass es bald nur so wimmelt vor Vögeln!

 

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