Das Gartenjahr

Hochbeete für das nächste Jahr vorbereiten

Melanie810 Leser

Der erste Beitrag auf einem Blog über’s Gärtnern wird zum Ausklang der Gartensaison geschrieben. Seltsames Timing. Könnte man denken. Tatsächlich geht das Gartenjahr nie zu Ende. Sobald die letzten Früchte des Sommers eingebracht sind, beginnt die Vorbereitung für das nächste Jahr. Nach der Saison ist vor der Saison. Und außerdem gibt es natürlich auch so einiges, was man noch im Herbst und Winter aussäen und ernten kann. Dazu aber mehr in späteren Beiträgen.

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Hier möchte ich euch nun erstmal zeigen, wie ich meine Hochbeete fit für den Winter und die kommende Saison mache. Bei begrenztem Platzangebot hat man leider nicht die Möglichkeit für eine angemessene Fruchtfolge. Deshalb lasse ich den Beeten zum Herbst noch mal eine besondere Behandlung mit Nährstoffen zukommen. Alles was ich dafür brauche, finde ich auf dem Kompost oder auf den Beeten. Doch fangen wir vorne an.

 

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Unkraut jäten

Zunächst sollte erstmal das ganze restliche Unkraut vom Beet. Das ist besonders wichtig,damit sich eventuell noch bildende Samen nicht breitmachen können. So hat man im nächsten Jahr nicht sofort das ganze Beet voll mit unerwünschten Pflanzen. (Auf dem Bild seht ihr, wie ich versehentlich eine bewusst ausgesäte Giftbeere entferne. Die sollte eigentlich den Grünkohl vor der Weißen Fliege schützen. Da sie aber nicht besonders groß geworden ist, ist sie mir nun zum Opfer gefallen. Ach ja.) Die größeren Pflanzen entferne ich mit einer Blumenkelle.

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Danach greife ich noch mal zur Harke und löse alle restlichen kleinen Pflänzchen. Das meiste richtet ja auch der erste Frost, aber so stelle ich sicher, dass wirklich keine Wurzeln oder noch so kleinen Sämlinge mehr  im Boden verbleiben. Und der Boden wird auch noch mal gelockert. Wenn ich Knoblauch oder Zwiebeln stecke, dann tue ich das zu diesem Zeitpunkt. Meiner Erfahrung nach stören die nachfolgenden Schichten nicht beim Wachstum. Ich stecke sie einfach nicht zu tief und wenn das Pflanzenmaterial verrottet, sackt die Erde eh nochmal etwas ab.

Auffüllen und Düngen

Der nächste Gang führt mich zum Komposter. Ich verteile fertige Komposterde aber auch Halbkompostiertes auf dem Beet. Alles was im Frühjahr noch nicht verrottet ist, wird halt wieder runtergesammelt. Ansonsten kann es sicherlich auch nicht schaden, gröbere Stücke tiefer ins Beet einzuarbeiten. Wenn man ein Hochbeet erstmals befüllt, folgt man ja einem bestimmten System (dazu in einem anderen Beitrag mehr). Die lockere Ast- und Kompostschicht fällt mit der Zeit zusammen und die Befüllung wird immer kompakter. Deshalb gebe ich großzügig grobes Material auf die alte Erde. So bleibt hoffentlich alles etwas lockerer.

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Auf dem Kompost verteile ich etwas Erde, da bietet sich die Erde aus den abgeernteten Kartoffeltürmen an. Als vorletzte Schicht kommt noch grünes Material  ins Beet. Da nehme ich das vorher entfernte Unkraut und die abgeernteten, gesunden Pflanzen wie Zucchini oder Kürbis. Gerade die und auch Kohl sind ja richtige Nährstoff-Schlucker. Da können wir dem Boden diese doch zurückgeben, indem wir die Pflanzen über den Winter dort kompostieren lassen. Auch Kräuter und Blumenblüten enthalten viele Stoffe, die zu einem gesunden Boden verhelfen. Außerdem entsteht beim Verrotten Wärme, sodass die Erde im Hochbeet immer etwas wärmer ist als der einfache Boden. Ein Durchfrieren wird so vermieden und der winterlichen Aussaat tut es auch gut. Über den Kompost kommt noch mal etwas Erde und dann lasse ich die Beete in Ruhe. Auf diese Weise bin ich bisher sehr gut gefahren, die Hochbeete waren immer gut bewachsen. Was meint ihr? Kann ich die Hochbeete so vor Auslaugung schützen oder muss ich sie doch mal komplett umsetzen? Oder habt ihr andere Empfehlungen?

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